Thieu/ Januar 17, 2017/ Mobilität, Pioneers/ 0Kommentare

Das ist mal ne gute Auto-News: Ford arbeitet mit bedeutenden Grossstädten rund um den Globus zusammen – angefangen bei San Francisco – um Probleme mit überlastetem Strassenverkehr zu lösen und eine unkomplizierte Mobilität zu ermöglichen. Die Frage ist: Wann ziehen unsere Städte da nach?

Rund die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Diese Zahl soll bis 2030 um 60 Prozent ansteigen. Vor diesem Hintergrund hat die Ford Motor Company eine Kooperation mit dem global führenden Bike-Sharing-Unternehmen Motivate sowie eine Vereinbarung zum Erwerb des durch Crowdsourcing entstandenen Pendelverkehr-Services Chariot verkündet. Es geht zunächst um Lösungen für die Mobilität in San Fransisco. Darüber hinaus baut Ford ein «City-Solutions»-Team auf, das in weiteren Städten überall auf der Welt fortschrittliche Mobilitätskonzepte realisieren soll.

«Wir sind als Automobilunternehmen dabei, ein vollumfänglicher Mobilitätsdienstleiter zu werden. Die Partnerschaft mit Städten hinsichtlich zukünftiger Transportbedürfnisse ist der nächste grosse Schritt», sagte Mark Fields, Präsident und CEO der Ford Motor Company. «Seit mehr als 100 Jahren ist Ford ein zuverlässiger Anbieter von automobiler Mobilität. Nun möchten wir umfassende Lösungen für die zunehmend überfüllten Ballungsräume realisieren.»

Und die Schweizer Städte – wann sind die so weit? Ist die Technologie schneller und halten die Regulatoren im Tempo mit? Nun, sagen wir mal, es wird noch etwas dauern. Uber-Schweiz-Chef Rasoul Jalali, sagte am Microsoft Dynamics 365 First Look in Zürich: «Die Technologie ist immer schneller, als die Regulativen und rechtlichen Anpassungen.»

Gute, es gibt schon jetzt ein, zwei Beispiele in der Schweiz mit Bike- und Car-Sharing. Teils auch mit Autos inkludiert – Amag macht was, die Migros auch mit Sharoo. Aber leider noch nicht in dem Ausmass und der breite wie in den USA. Dass das Interesse da wäre zeigt ein anderes Model: BMW i Drive und die Combo mit der SBB sowie Mobility. Die Partnerschaft zwischen GA-Besitzer und BMWs i3-Car-Sharing Projekt fand regen Zuspruch. Der Test läuft in diesem Jahr.

Alles Sharing

«Weltweit gibt es mehr Fahrzeuge, mehr Staus und offene ökologische Fragen – dies macht die Entwicklung von zeitgemässen Mobilitäts-Lösungen erforderlich, die auf die speziellen Herausforderungen eines jeden Ortes zugeschnitten werden sollten», sagte Jim Hackett, Chairman, Ford Smart Mobility LLC. «Wir erweitern unser Geschäftsmodell durch neue Formen des Transports, angefangen beim Fahrrad bis hin zum dynamischen Shuttle-Service. Wir führen neue Kunden zu Ford und generieren zugleich neue Umsatz- und Gewinnchancen.»

Die Übernahme des Unternehmens Chariot durch Ford unterliegt den handelsüblichen Bedingungen und wird als Grundstein für ein neues, globales Shuttle-Service-Geschäft dienen. Der Shuttle-Service wird in den nächsten 18 Monaten erwartungsgemäss über San Francisco hinaus auf mindestens fünf weitere Märkte erweitert werden. Chariot startete 2014 auf Basis von Crowdsourcing. Der Chariot-Nahverkehrs-Shuttle füllt die Lücke zwischen Taxi und Bus durch einen On-Demand-Service, bei dem Nutzer überall entlang festgelegter Routen zu- und aussteigen können. Auf 28 Routen in ganz San Francisco sowie in der gesamten Bay Area kommen mittlerweile fast 100 Ford Transit-Personentransporter zum Einsatz. In Zukunft dienen Daten-Algorithmen für eine noch effizientere Nutzung dieses Service in Echtzeit.

«Chariot bietet eine ideale Transportlösung für Pendler und Menschen, die sich schnell, zuverlässig und erschwinglich in der Stadt bewegen möchten», sagte Ali Vahabzadeh, Mitbegründer und CEO von Chariot. «Wir starteten unseren Chariot-Service mit einem 15-Sitzer Ford-Transit, dieses Modell verwenden wir bis zum heutigen Tag. Die Akquisition im Rahmen von Ford Smart-Mobility hat uns sofort begeistert und eröffnet uns zudem eine global führende Rolle in unserem Dienstleistungssegment.»

Und endlich Fahrräder: E-Bike Sharing 

Fahrräder sind ein weiteres wichtiges Transportmittel für Pendler im Grossraum San Francisco. Ford und das weltweit führende Bike-Sharing-Unternehmen Motivate arbeiten vor Ort mit Stadtbeamten an der Errichtung neuer Stationen und einer Erhöhung der Zahl von Verleihrädern auf bis zu 7.000 Stück in der gesamten Bay Area bis Ende 2018. Der Name des Projekts: GoBike. Auf diesen Bike-Sharing-Service sollen Kunden in Zukunft auch mittels der geplanten FordPass®-Plattform zugreifen können.

«Eine Transport-Revolution rollt auf die Bay Area zu», Jay Walder, CEO von Motivate. «Diese einzigartige Partnerschaft mit Ford zeigt, dass Fahrräder kein Nischen-Verkehrsmittel sind, sondern ein zentraler Bestandteil bei der Schaffung von intelligenter On-Demand-Mobilität. Dank der Partnerschaft mit den Verkehrsbetrieben in San Francisco, San Jose, Oakland, Berkeley und Emeryville, wird Bike-Sharing bald überall in der Bay Area zur Verfügung stehen.»

Intelligente Systeme

Ford plant die Entwicklung von Technologien zur Verwendung von Daten, die von entsprechend ausgerüsteten Fahrrädern gesammelt werden, wie beispielsweise Wetterbedingungen, Nutzungsmuster und Fahrrad-Verfügbarkeit, um damit ein Mobilitäts-Netzwerk aufzubauen und Strecken zu optimieren.

Das «City-Solutions»-Team von Ford soll in weiteren Grossstädten rund um den Globus moderne Mobilitätskonzepte realisieren. Vice President und Berater in Regierungsangelegenheiten wird John Kwant sein, der im Laufe seiner Karriere bei Ford bereits mit zahlreichen Kommunen gearbeitet hat. Das Team wird Mobilitäts-Lösungen entwickeln, die individuell auf die Verkehrssituation und Infrastruktur der jeweiligen Ballungsräume zugeschnitten werden.

 

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